Triest wird in Reiseführern unter anderem als „Die vergessene Schöne hinter der Dornenhecke“ bezeichnet – das Attribut schön taucht des Öfteren im Zusammenhang mit der norditalienischen Hafenstadt auf. Zurecht! Denke ich an meine Reise nach Triest zurück, sehe ich eine romantische Stadt – unaufdringlich romantisch -, illuminierte Plätze, in ein golden-gelbes Licht getauchte Boote, die im Hafen liegen, erinnere mich an die heiße Schokolade am Piazza Unita d’Italia, das schöne Schloss Miramare und spüre Wärme.

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Die Anreise empfehle ich per Zug – ich selbst fuhr von Berlin mit dem Zug nach Triest. Es dauerte ca. 16h, ein paar Mal umsteigen, aber besondere Sicht auf bewegende Landschaften, viel Grün, irgendwann die Alpen, über den Brenner und an Venedig vorbei schließlich nach Triest. Ich hielt mich volle drei Tage in der Stadt an der Adria auf. In meiner Fantasie sah ich mich lesend am Meer, aber nein, dazu kam ich nicht. Es gab einfach so Vieles zu entdecken.

 

3 Tipps für eine Reise nach Triest

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1. Piazza Unità d’Italia

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Der große Platz, der dem offenen Meer entgegen blickt, ist ein idealer Ausgangspunkt, um Triest zu erkunden. Hier kannst du dich kurz setzen, den Rundblick genießen und das Rathaus – Palazzo Municipio – sowie die eklektischen Fassaden bestaunen. Und langsam die Karte oder das Smartphone zücken, um dich zu lokalisieren. Du wirst sehen, dass der Großteil der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der norditalienischen Metropole ganz nahe ist. Vielleicht verweilst du auch etwas länger und genießt eine heiße Schokolade mit Sahne – bekommst du in einem extra Glas serviert – in einem der Cafés am Platz. Ein kleiner Spaziergang (der aber auch in die Beinmuskeln geht!) entlang der Via del Cattedrale führt dich dann hinauf zur Burg und Kathedrale Cattedrale di Sian Giusto, jedoch besser außerhalb der Mittagshitze den Anstieg wagen.

2. Schloss Miramare

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Mit dem Bus 36 von Piazza Oberdan geht es an der Küste entlang zum Schloss Miramare (Endhaltestelle). Der Ort rund um Miramare und auch das Schloss selbst strahlen etwas Zauberhaftes aus. Das strahlende Weiß im Kontrast zum türkisfarbenen Wasser lässt Selfie-Lust aufkommen – besonders gern mit der kleinen Statue am Ende des Damms.

Im von der Epoche der Romantik geprägten Schlosspark gedeihen tausende Pflanzen und schöne Pfade laden zum Schlendern und Träumen ein. Das Innenleben des Schlosses solltest du nicht verpassen, die teils noch originale Einrichtung lässt jeden Schöner Wohnen-Katalog zu Staub zerfallen. Es sind wirklich einzigartige Stücke dabei und jeder Raum hat seine ganz eigene Geschichte. Besonders interessant fand ich die Arbeitszimmer, bei denen man das Meer direkt im Rücken hatte.

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3. Mit dem Boot von Triest nach Muggia

Mit dem Boot oder Bus geht es ins kleine Fischerdorf Muggia. Die Überfahrt mit dem Boot dauert nur ein paar Minuten. Die Bootshaltestelle in Muggia ist unscheinbar, du findest sie – wenn du in Richtung Triest schaust, etwas nord-westlich vom kleinen Hafen aus – es sind nur ein paar Gehminuten. Muggia ist ein ruhiger, schlaftrunkener Ort, in dem man ruhig einen schönen langen Nachmittag verbringen kann. Etwas durch die Gassen schlendern, frischen Fisch speisen und – wie die meisten Italiener schon zum Mittag – einen Wein trinken. Einfaches Leben, aber oft ist einfach so gut.

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