Mein Freund hat ein Boot! Wie mich das freut! Ich wollte schon immer ein Boot haben und dann kommt heraus, dass er eins hat!

Als ich vor zwei Jahren erfuhr, dass mein Freund ein Boot hat, war ich aus dem Häuschen – und wie. Neben dem Traum, mal ein kleines Holzhäuschen am Meer, See, Fluss – oder wenigstens – Teich zu haben, war es einer meiner langwierigen Träume, ein Boot zu besitzen. Gut, dieses Traumboot hatte einen Motor und vielleicht auch eine kleine Kajüte. Aber ein Boot, das zumindest kein Schlauchboot ist, bringt mir auch Freude. Das Boot, das ich jetzt mit nutze, ist ein Faltboot. Hier siehst du ein Faltboot.  Beim Wort Faltboot schwingt eine gewisse Instablitität mit, diese ist jedoch vollkommen unbegründet. Ein Faltboot ist sehr stabil, wenn man es erst einmal richtig zusammen gebaut hat. Und es hat auch noch andere Vorteile:

  • gut transportabel
  • geräumig, auch für längere Touren
  • stabil

Ein Faltboot kann man mit dem Auto oder auch auf einem kleinen Wagen transportieren, den man wie einen Rollkoffer hinter sich herziehen kann. Für den ersten Aufbau des Bootes, der ein bisschen dauern kann, benötigt man viel Platz. Am besten eignet sich eine ebene Fläche, auf der man alles ausbreiten kann. Zu zweit lässt es sich leichter bauen als allein – das ist klar, aber auch empfehlenswert.

Es sitzt sich sehr bequem auf dem Sitz im Faltboot. Man sollte sich allerdings eine dünne Decke oder ein Handtuch auf den meist hölzernen Sitz legen. Ganz vorne und auch hinten hat man sehr viel Raum für Gepäck, Proviant und was man sonst benötigt. Sogar Zelt und Schlafsack finden in der hinteren oder vorderen Spitze des Bootes Platz. Getrost ist es möglich, mehere Wochen mit dem Boot unterwegs zu sein.

So lange war ich bisher noch nicht unterwegs auf dem Wasser. Bis jetzt habe ich eine Tour auf dem Berliner Tegeler See und dem größten See Berlins, dem Müggelsee, gemacht. Außerdem noch eine kleine Rundfahrt mit dem Boot durch Berlin von Treptow bis Moabit. So eine Bootstour gibt einem eine ganz neue Perspektive auf Berlin. Ich unterschied die Bezirke anhand der Gerüche und Geräusche, da man nicht so viel von den Straßen sieht. Sofort erkannte ich das Maybachufer und den daran stattfindenden Markt. Vieles sieht man nicht, jedoch sieht man auch einiges, was einem sonst verborgen bleibt. Zum Beispiel so manch ein Hausboot, das kunstvoll gestaltet am Ufer liegt. Aber auch der stetige Blick nach oben und die Andeutungen der typischen Merkmale der verschiedenen Berliner Bezirke sind etwas Sehenswertes.

Das Wetter ist momentan bootsfahrtauglich, die nächste Fahrt mit dem Faltboot durch Berlin steht bald an. Diese Fahrt werde ich dokumentieren und auch ein Problem lösen, welches ich damals hatte: Wo steigt man am besten ein oder aus? Also Bootseinstieg- und ausstiegmöglichkeiten in Berlin – wo man das Boot von Land zu Wasser lassen kann – diese werde ich hier aufführen. Ich freue mich schon sehr auf die Fahrt und aufs Foto schießen! Der Post dazu folgt demnächst.