Berlin ohne Touristen – willst du das wirklich? Ja, es gibt diese Flecken und Ecken in Berlin, wo sich selten ein Tourist hin verirrt. Aber du hast es nicht anders gewollt, hier sind 6 absolut touristenfreie Berliner Spots für dich, die du durch einen Spaziergang erkunden kannst. Natürlich sind diese Orte trotzdem – oder gerade deswegen? – einen Besuch wert. Wirst du dort der erste Touri sein?

1. Romantik in Berlin – ohne Touristen

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Hier tänzelst du über die Eichwerder Moorwiesen– etwas erhöht auf Stegen geht es durch das Moor in Berlin und Brandenburg. Es ist ein Ausflug direkt in die Natur, du bist rundum von ihr umgeben und hast den ein oder anderen süßen Blick auf das sich im Wasser spiegelnde Grün. Der Rundwanderweg ist ca. 7 Kilometer lang, beginnt in Lübars, dann geht’s über den Steg und Schildow, dann zurück nach Lübars.

Wo aussteigen?  Lübars (Bus 222).

2. Ab auf den Berg – ohne Touristen

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Nein, das ist nicht der Kreuzberg, auch nicht der Teufelsberg, denn hier sind kaum Touristen. Hier bist du in Spandau, und auch noch auf der höchsten Erhebung im Westen Berlins: dem Hahneberg. Der Berg entstand in den 1960er Jahren aus Bauschutt und grünt jetzt soweit das Auge reicht. Der Aufstieg dauert nur ein paar Minuten und oben angekommen gibt es sogar ein paar Bänke, auf denen du dich niederlassen kannst. Lass dann deine Augen über Berlin wandern und blicke bis zum Fernsehturm.

Wo aussteigen? Reimerweg (Bus 149)

3. Hafenfeeling – ohne Touristen

Hierfür musst du schon hart gesotten sein, denn die Chance hier einen Berlin-Touristen zu treffen ist sehr, sehr gering. Jedoch findest du am Westhafenkanal einen dieser Berlin-untypischen und gerade deswegen -typischen Orte. Du spazierst vorbei an Schleppern, die meist unbeladen im Kanal ruhen. Auf der einen Seite tobt die Autobahn, auf der anderen Seite erfährst du pure Idylle und blickst auf die Schiffe, die tief im Wasser liegen. Hier noch mehr zu diesem Ort.

Wo aussteigen? S-Bahnhof Beusselstr. oder S-Bahhof Jungfernheide

4. Kleingarten-Idylle – ohne Touristen

In den Kleingärten der Stadt, hier triffst du noch auf den echten Berliner Charme. Zwar wirst du das Gefühl von „Gated Communtity“ als ständigen Begleiter erleben und der ein oder andere Gartenzwerg wird dich grüßen, aber hier, in einem der vielen Kleingärten Berlins, wirst du kaum einen Touristen treffen. Und es gibt noch mehr Vorteile: zur Erntezeit stellen viele Gartenbesitzer Kisten mit Obst, vorwiegend Äpfeln, vor die Tore ihrer Gärten. Ja, da darfst du zugreifen! Zwar wirst du keine überragende Architektur bewundern, aber die Gartenlauben und -häusschen sehen alle ganz unterschiedlich aus und es ist interessant die verschieden gestalteten Gärten bei einem Blick über die Hecke anzusehen.

Wo aussteigen? Es gibt unzählige Kleingartenanlagen in Berlin. Augen offen halten und mal einbiegen!

5. Imposante Stätte – ohne Touristen

Das Sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide in Berlin-Pankow kann mit dem in z.B. Treptow allemal mithalten. Dich empfängt ein Teppich aus blutroten Blüten, umgeben monumentalen Mauern. Aufgrund der Lage im Norden, liegt es für viele Touristen einfach nicht auf der typischen Berlin-Erkundungsroute. Dabei war es schon Drehort für den preisgekrönten Film „Das Leben der Anderen“. Der Eintritt ist frei. 

Öffnungszeiten: April – September von 7 bis 19 Uhr / Oktober – März von 8 bis 16 Uhr

Wo aussteigen? S-Bhf. Schönholz

6. Natur in Berlin– ohne Touristen

Tiefwerder Wiesen – Hier spazierst du durch Wald und dann entlang an moorigen Wiesen. Wenn du Glück hast, triffst du einen Wasserbüffel. Hier lebt nämlich eine kleine Herde, um die moorigen Wiesen schön matschig-feucht zu halten. Grün, grün, grün soweit das Auge reicht. Wirf einen Blick auf das nebenan gelegene „Klein Venedig“ – kleine Lauben am Wasser und fast jede hat ein Boot anliegen. Hierhin verirren sich selten Touristen, wahrscheinlich auch aufgrund der Lage in Spandau.

Wo aussteigen? Pichelswerder (Bus 49)

Warst du an einem dieser Orte bereits? Oder kennst du noch mehr solcher Orte in Berlin? Du musst sie nicht verraten, kannst du aber, dann gerne unten in den Kommentaren 🙂